Gewerkschaftliche Alternative in stürmischen Zeiten

Foto: Andrea Scharpen

Auch 2018 rief die FAU Hannover zur Beteiligung an der 1. Mai-Demonstration des DGB auf, die dieses Jahr zum ersten Mal vom Küchengarten in Linden startete. Ob mit der Änderung des Auftaktorts gänzlich vermieden werden sollte, durch belebte Wohngegenden zu laufen, um bloß keine Anwohner*innen zu „stören“, bleibt eine offene Frage. Die FAU-Mitglieder trafen sich zum „Warmup“ hingegen am neuen Gewerkschaftslokal, um von dort aus gemeinsam durch den Stadtteil zur Kundgebung zu ziehen. Auf der Demo bildeten sie einen klassenkämpferischen Block und brachten Parolen auf dem sonst eher schweigsamen Marsch. Besonders beliebt waren: „Wohnung scheiße, mieser Lohn? – Komm zur FAU, mach Aktion!“ und „Monatsmitte, Tasche leer? – Arbeitskampf, dann gibt es mehr!“ In Göttingen, wo die FAU Hannover den Aufbau eines eigenständigen Syndikats unterstützt, beteiligten sich die Genoss*innen ebenfalls an den Demonstrationen. Der bierseeligen Volksfeststimmung bei den Mai-Feiern entgegneten sie: „Klassenkampf statt Bratwurstmampf!“ Weiter lesen „Gewerkschaftliche Alternative in stürmischen Zeiten“

TVöD 2018: Steuereinnahmen sprudeln, Mieten explodieren. Forderungen für Tarifrunde stehen

Die Forderungen für die Tarifrunde 2018 im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen stehen. Am 8. Februar gaben die verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften ver.di, GEW sowie dbb beamtenbund und tarifunion bekannt, wofür die Tarifbeschäftigten nun streiten werden.

Während die Steuereinnahmen bei Bund und Gemeinden sprudeln, explodieren die Lebenshaltungskosten der Arbeitnehmer_innen, insbesondere die Mieten. Nichtsdestotrotz ist heute schon absehbar, dass es kein einfaches Ringen um die nötigen Einkommensverbesserungen geben wird. Die Tarifbeschäftigten der Basisgewerkschaft GGB werden sich deshalb gemeinsam mit ihren Kolleg_innen von ver.di, GEW, dbb sowie vom Allgemeinen Syndikat der FAU Hannover an den voraussichtlich im Frühjahr zu erwartenden Aktionen beteiligen und nötigenfalls Druck aufbauen.

Foto: Jens Kammradt

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TVöD 2018: Im kommunalen Dienst starten Ende Februar Tarifverhandlungen

Am 8. Februar werden die Bundestarifkommissionen der verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften ver.di und dbb beamtenbund und tarifunion die Forderungen der diesjährigen Einkommensrunde für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen beschließen. Die Ergebnisse werden auf einer Pressekonferenz am Nachmittag in Berlin verkündet. Grob ist die Marschrichtung zwar schon erkennbar. Doch werden die vielen Fragezeichen in den Köpfen der betroffenen Mitglieder und Tarifbeschäftigten dann hoffentlich ausgeräumt sein. Auch sie wollen nach Monaten endlich erfahren, wofür sie aller Voraussicht nach die Brocken hinschmeißen sollen. Weiter lesen „TVöD 2018: Im kommunalen Dienst starten Ende Februar Tarifverhandlungen“

Substanzielle Verbesserungen: GGB erkämpft Arbeitnehmerrechte im Betrieb

Dank der Unterstützung der Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe (GGB) gelang es Beschäftigten auch im vergangenen Jahr, gleich einer ganzen Reihe von Arbeitgebern in die Parade zu fahren. Die Themen, die uns 2017 beschäftigten, waren nicht weniger vielseitig als im Jahr zuvor. In einer Suchtberatungsstelle konnte die Basisgewerkschaft sogar Bahnbrechendes bewirken.

Foto: Jens Kammradt

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Lesetipp: Zwischen Staatszentrierung und Selbstorganisation – Interessenvertretung in der Altenpflege

Obwohl gerade im Pflegebereich ein hoher Veränderungsbedarf in punkto Arbeitsbedingungen besteht, ist der gewerkschaftliche Organisierungsgrad sehr gering. Die unlängst im Wiesbadener Springer Fachmedien Verlag veröffentlichte Studie „Interessenvertretung in der Altenpflege. Zwischen Staatszentrierung und Selbstorganisation“ geht den Ursachen dieses Phänomens nach. Hervorragend herausgearbeitet wurden darin nicht nur die Problemfelder der Branche, sondern auch die Potentiale und Handlungsspielräume. Befragt wurden hierfür Beschäftigte aus Pflegebetrieben, aber auch Berufsverbände und Gewerkschaften, darunter die Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover.

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Hannover: Ombudsstelle für Flüchtlinge von SPD, Grünen und FDP abgelehnt

Eine Ombudsstelle für Flüchtlinge soll es nach dem Willen von SPD, Grünen und FDP in Hannover nicht geben. Ein Antrag der CDU-Ratsfraktion auf Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle zu Betreuung und Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften wurde am vergangenen Donnerstag mit 4 Stimmen dafür, 7 Stimmen dagegen und 0 Enthaltungen im Ausschuss für Integration Europa und Internationale Kooperation (Internationaler Ausschuss) abgelehnt. Auf Unverständnis stieß die Ablehnung bei den Vertretern von Die Fraktion und Die Linke.

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Anleitung zum Glücklichsein: In Schweden wird der Sechsstundentag längst geprobt

Während die Debatte um die weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit im Zuge der geplanten Reform des Arbeitszeitgesetzes in Deutschland immer wieder einseitig angeheizt wird, geht man in europäischen Nachbarländern längst andere Wege. Was hierzulande einen Sturm der Entrüstung aus Politik und Unternehmerlager auslöst, etwa die vergleichsweise moderate Forderung der IG Metall nach Arbeitszeitverkürzung auf bis zu 28 Stunden in der Woche, wird dort seit Jahren und nicht halb so luschig erprobt. Der Sechsstundentag bei vollem Lohnausgleich findet in Skandinavien längst immer mehr Anklang, nicht nur seitens der Beschäftigten.

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Pflegemindestlohn steigt

Am 1. November tritt die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales erlassene Dritte Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für die Pflegebranche (3. PflegeArbbV) in Kraft. Damit steigt zum 1. Januar 2018 der Mindestlohn in der Pflege in Westdeutschland und Berlin von derzeit 10,20 Euro auf 10,55 Euro in der Stunde, im Osten von 9,50 Euro auf 10,05 Euro. Rund 908.000 Beschäftigte profitieren von dieser Regelung.

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