TVL Tarifrunde Länder 2017: Enttäuschung nach dem Ergebnis

Das schnelle Tarifergebnis im öffentlichen Dienst der Länder ist kein Geschenk. Ein Kommentar

Schon in der dritten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder erfolgte am vergangenen Freitag die Einigung: Rückwirkend zum 1. Januar 2017 steigen die Entgelte der Tarifbeschäftigten der Länder  um 2 Prozent (oder 75 Euro in den unteren Einkommensgruppen) und zum 1. Januar 2018 um weitere 2,35 Prozent. Von 6 Prozent mehr Gehalt auf 12 Monate, wie die Gewerkschaftsforderung ursprünglich lautete, ist nicht mehr die Rede. Indes bemühen sich die verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften in bekannter Manier um eine öffentliche Aufwertung dieses enttäuschenden Ergebnisses.

Bild: Schnell aufgegeben. Warnstreik am 09.02.2017 in Hannover. – Foto: Jens Kammradt

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TVL Tarifrunde Länder 2017: Eingefroren

Bei klirrender Kälte starteten heute streikende Landesbeschäftigte aus ganz Niedersachsen und Bremen zur zentralen Streikkundgebung vor dem Finanzministerium in Hannovers Innenstadt. Aufgerufen dazu hatten die verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften des öffentlichen Dienstes. Auch die tarifbeschäftigten Mitglieder der Basisgewerkschaft GGB in Hannover und Region beteiligten sich am ganztägigen Ausstand und den Demonstrationen.

Bild: Finanzministerium | Warnsteik Hannover | 09.02.2017 – Foto: Jens Kammradt

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Wir fangen gerade erst an!

10 Jahre Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover

Heute vor zehn Jahren wurde die GGB als Branchenorganisation der FAU Hannover gegründet. Dass sie sich mit ihrem partizipativen Gewerkschaftsmodell stetig steigender Anziehungskraft erfreut, ist Erfolg und Ansporn ihrer Mitglieder. Als Gewerkschaft von Mitgliedern für Mitglieder legte die GGB von jeher grundlegenden Wert auf das gegenseitige Einstehen für Interessen. Mit ihrer unkonventionellen, streitbaren und direkten Art, jedwede Probleme Beschäftigter im Betrieb anzugehen, konnte die Basisgewerkschaft derweil selbst manch hartgesottenerem Arbeitgeber Respekt vor Arbeitnehmer_innenrechten abringen. Denn: Wo andere die Segel strichen, machte die GGB nicht halt. Im Gegenteil: Sie fing erst richtig an.

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Protest vor der Median-Klinik zum Schwarzen Freitag

Am Freitag, den 13. Januar 2017 versammelten sich Mitglieder der FAU Hannover und weitere Unterstützer vor der Einrichtung „MEDIAN Ambulantes Gesundheitszentrum Hannover“, um gegen die miserablen Arbeitsbedingungen im MEDIAN-Konzern zu protestieren.

Wir beteiligten uns damit an der buntesweiten Aktion „Schwarzer Freitag“, zu dem die aktion ./. arbeitsunrecht aufgerufen hatte und die an insgesamt 12 Standorten durchgeführt wurde.

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DRK: Willkür unter dem Deckmantel der Mitmenschlichkeit?

Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe (GGB) und Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (AKS) protestieren öffentlich gegen Schikanen bei der DRK Soziale Dienste in der Region Hannover gGmbH

Hannover, 22.12.2016. Anlässlich skandalöser Arbeitsbedingungen bei einem DRK-Tochterunternehmen verteilten mehr als 20 Mitglieder der Basisgewerkschaft sowie des Arbeitskreises Kritische Soziale Arbeit Flugblätter vor dem Blutspendemobil des DRK auf dem Steintorplatz. Das Interesse und Echo seitens der Passant_innen und Blutspender_innen war erfreulich groß.

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Pflegekammer in Niedersachsen – Zukunftsmodell oder Sackgasse?

Spätestens 2017, wenn alle dreijährig examinierten Pflegekräfte in Niedersachsen angeschrieben und über ihre Zwangsmitgliedschaft in der niedersächsischen Pflegekammer sowie eine monatlich fällige Gebühr informiert sein werden, wird der Aufschrei groß sein. Der heftige Streit um die Kammern erreicht dieses Bundesland.[1]

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Probleme mit der Hausverwaltung?

logo_blauSeit September gibt es das Solidarische Mieter_innen-Netzwerk

Viele kennen die Situation: Die Wohnung soll modernisiert werden, die Miete deutlich steigen oder die Hausverwaltung möchte die aktuellen Bewohnerinnen und Bewohner am liebsten ganz loswerden. Die Hausverwaltungen lassen sich dabei oft einiges einfallen – darunter auch Maßnahmen, die oft so gar nicht zu ihren freundlichen Werbeslogans passen.

Sich dagegen alleine zu wehren, ist oft ein nervenaufreibendes und vergebliches Unterfangen. Doch gemeinsam und mit Unterstützung lässt sich einiges bewegen. Daher gibt es seit September das „Kiez Kollektiv – Solidarisches Mieter_innen Netzwerk“. Dort können wir uns gemeinsam mit anderen über die vielfältigen Konflikte in unserem Alltag als Mieter_innen austauschen und praktische Ideen entwickeln. Weiter lesen „Probleme mit der Hausverwaltung?“

Steter Tropfen

blutDas DRK genießt einen guten Ruf. Doch guter Wille allein zählt nicht

Wohl jedes Kind kennt das Unternehmen unterm roten Kreuz, das sich humanitären Zielen verschreibt. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) verweist schließlich selbst stolz auf eine mehr als 150jährige Geschichte. Als anerkannter Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege ist es mit seinen zahllosen Einrichtungen, Angeboten und Diensten in allen Feldern der Wohlfahrts- und Sozialarbeit tätig. Allein die Beschäftigten machen in ihrem humanitären Berufsalltag die Erfahrung, dass es auch beim DRK nicht immer gut um ihre Belange bestellt ist.

Bild: Mit Herzblut für Arbeitnehmerrechte streiten. – Foto: Jens Kammradt

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Mit Rat und Tat

notruf_klBasisgewerkschaft geht Probleme im Betrieb aktiv an

Eng ist die Arbeit der Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe (GGB) mit der monatlichen Gewerkschaftlichen Beratung der FAU Hannover verzahnt. Im zurückliegenden Jahr wurde die Basisgewerkschaft GGB gleich mit einer ganzen Themenpalette von Problemen konfrontiert, bei denen sie mit Rat und Tat Abhilfe schaffte oder Handlungsmöglichkeiten aufzeigen konnte.

Bild: Die Reißleine nicht erst zu spät ziehen! – Foto: Jens Kammradt

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Suchst du noch oder wohnst du schon?

DSCN6256Handlungsspielräume Sozialer Arbeit in Zeiten der Ökonomisierung aller Lebensbereiche

Eigentlich ist es nicht überraschend, was das ARD Magazin Panorama am 23.06.2016 als Ergebnis einer Recherche veröffentlichte: 95,3 % der privaten Wohnungsneubauten sind für NormalverdienerInnen nicht bezahlbar. Der Wohnungsnot begegnet die Politik offensichtlich mit absolut unpassenden Mitteln. Dass die sogenannte Mietpreisbremse nicht vor Mietwucher schützt, war eigentlich schon vor ihrer Einführung klar. Sanktionen gibt es bei Verstößen nicht und die erlaubten 10% über den Vergleichsmieten garantieren natürlich auch kein stabiles Preisniveau.

Foto: Jens Kammradt

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