TVL 2006: FAU Hannover streikt im Öffentlichen Dienst

bild56In den letzten Tagen beteiligten sich Mitglieder der FAU Hannover als Beschäftigte des öffentlichen Dienstes und Unterstützende aktiv an den landesweiten Streiks in den Betrieben. Sie wandten sich damit gegen die Ausweitung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden auf 40 Stunden, gegen die Streichung der Jahressonderleistung und gegen die Spaltung der Beschäftigten. Der Forderung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Tarifunion (dbb-tarifunion) nach Übernahme des „Tarifvertrags Öffentlicher Dienst“ (TVöD), der den „Bundesangestelltentarif“ (BAT) bei Bund und Kommunen bereits ablöste, durch die Länder konnten sie sich hingegen nicht anschließen.

Ihrer Forderung nach Erhalt des BAT und Gleichstellung aller neu eingestellten Kolleginnen und Kollegen verliehen sie in den letzten Tagen des Arbeitskampfes immer wieder Ausdruck. Als besonders dreist wird das Vorgehen des kommunalen Arbeitgeberverbandes betrachtet, der bereits wenige Wochen nach Inkrafttreten des TVöD für die kommunalen Beschäftigten den Tarifvertrag über die Arbeitszeit gekündigt hatte und eine Ausweitung von 39 auf 40 Stunden die Woche fordert. Das beweist, dass wir nicht nachgeben dürfen.

Am 16.Februar nahmen deshalb die Landesbeschäftigten, Mitglieder der FAU Hannover, an der zentralen Großkundgebung der streikenden öffentlichen Betriebe am Steintor in Hannover teil, um ihre Forderungen auch unter den Beschäftigten anderer Betriebe zu verbreiten. Unterstützung erhielten sie dabei von anderen Kollegen der Ortsgruppe. Unserer Forderung nach Erhalt des BAT standen viele sehr aufgeschlossen gegenüber. Wir erhielten viel Resonanz, immer wieder wurden wir gefragt, was sich hinter der FAU verbirgt. Eine Kollegin wusste es besser: Sie sprach uns mit den Worten an, ob wir die „deutsche CNT Spanien“ seien.