TVL 2009: Letzte Warnung. Vom Warnstreik am 25. Februar in Hannover

Die Argumente sind längst ausgetauscht, Bewegung scheint nicht in Sicht: Während die Landesbeschäftigten auf ihrer Forderung nach 8 Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr Gehalt im Monat beharren, will Hartmut Möllring, Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes „Tarifgemeinschaft deutscher Länder“ (TdL), in der vierten Verhandlungsrunde am 28. Februar in Potsdam kein neues Angebot vorlegen. Den bereits von ver.di im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen in Aussicht gestellten unbefristeten Streiks sehe er weiter gelassen entgegen.

Bild: Warnstreik Hannover, Opernplatz, 3. Februar 2009

Um ihren Forderungen noch einmal Nachdruck zu verleihen, traten am 25. Februar 2009 erneut Tausende in einen ganztägigen Warnstreik. Zu nennen sind hier vor allem die Kolleginnen und Kollegen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der Hochschulen, Schulen und Straßenmeistereien. Aber auch aus kleineren Landesbetrieben der Stadt und der Region Hannover kamen Streikmeldungen. Nach Angaben der Gewerkschaften und Pressemitteilungen beteiligten sich – wie schon beim ersten Warnstreik am 3. Februar – erneut 8-10.000 Beschäftigte an den zentralen Kundgebungen und Demonstrationen in Hannover. Auch Mitglieder der FAU-Hannover waren wieder – wie bei den vorangegangenen Aktionstagen – im Warnstreik und beteiligten sich an den zentralen Aktionen.