TV-L 2013: Tarifforderung steht. 6,5 Prozent mehr Gehalt

ver.di und dbb beamtenbund und tarifunion einigen sich auf Tarifforderung. Arbeitgeber weisen sie prompt zurück

Berlin, 11.12.2012. Die Spitzen der verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften haben sich auf eine gemeinsame Tarifforderung verständigt. Nach ihren Vorstellungen sollen die rund eine Million Angestellten im öffentlichen Dienst der Länder ab 2013 6,5 Prozent mehr Gehalt bekommen. Die Forderung soll mit einer sozialen Komponente verbunden werden. Als Laufzeit wurden 12 Monate vorgeschlagen.

Mit dieser Forderung knüpfen sie direkt an jene Zielmarke an, die ursprünglich auch für die Einkommensrunde der KollegInnen bei Bund und Kommunen 2012 aufgestellt worden war.

Darüber hinaus erwarte die Gewerkschaftsseite von den Ländern eine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die insgesamt rund zwei Millionen Beamten und Versorgungsempfänger der Länder und Kommunen.

Jens Bullerjahn, Finanzminister von Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), wies die Forderungen prompt als von den Ländern „nicht finanzierbar“ zurück.

Eine rechtskonforme Regelung des Urlaubsanspruches im Manteltarifvertrag TV-L steht in der anstehenden Tarifrunde ebenfalls zur Debatte.

Am 31. Januar 2013 gehen in Berlin die Verhandlungen mit den Arbeitgebern in die erste Runde. Am 14. und 15. Februar sowie am 7. und 8. März 2013 sollen sie in Potsdam fortgesetzt werden. Diesmal mit dabei: Das Land Berlin, das 1996 aus der TdL ausscherte. Hessen dagegen geht weiter seinen Sonderweg. Das Land war 2004 aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten.

N. Pouget