TVL 2013: Anschluss gewinnen statt Abstand halten!

In einer Woche beginnt die Tarifrunde im Öffentlichen Dienst der Länder

Am 31. Januar 2013 ist es soweit: In Potsdam startet die erste Verhandlungsrunde über die Einkommen der Beschäftigten der Bundesländer (TV-L). Eine Woche vor Verhandlungsbeginn ist jedoch von einem Warmlaufen noch immer nichts zu spüren.

Mobilisierung? – Fehlanzeige! Derart ist wahrlich kein Blumentopf zu gewinnen…

Forderungen unterstützen

Für die Betroffenen gibt es allen Grund, sich für das Forderungspaket stark zu machen. Auch wenn die FAU-Hannover schon in der Vergangenheit lineare Prozentforderungen wie die nach 6,5 Prozent ablehnte, stattdessen Sockelbeträge wie in der diesjährigen Runde für die Auszubildenden und bei der Feuerwehrzulage favorisierte: Der Rest lässt sich durchaus sehen!

Es trifft uns alle

Und dessen ungeachtet: Der geplante Angriff der Arbeitgeber auf den Urlaubsanspruch trifft uns alle. Nicht weniger als eine Abwanderung der Auszubildenden nach abgeschlossener Berufsausbildung. Nicht zu vergessen die Krux der Befristungen im öffentlichen Dienst, dem endlich ein Ende bereitet werden muss. Auch für die angestellten Lehrkräfte muss die bisher übliche Praxis der Eingruppierung nach Gutsherrenart endlich aufhören. Denn noch immer werden sie für die gleiche Arbeit von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich entlohnt.

Mobilisieren!

Informiert Euch! Wartet nicht auf ausbleibende An- oder Abpfiffe, werdet selbst aktiv! Gewerkschaftlich Organisierte und Unorganisierte macht jetzt mobil!

np

Die Forderungen der verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften im einzelnen:

6,5 Prozent mehr Geld inklusive einer sozialen Komponente.

100 Euro monatlich mehr für Auszubildende.

Verbindliche Übernahme der Auszubildenden im Länderbereich.

Tarifierung der Lehrkräfteeingruppierung (Einführung einer Entgeltordnung/ EGO für angestellte Lehrkräfte).

Erhöhung der Feuerwehrzulage um 25 Euro und deren Dynamisierung.

Einbeziehung der technischen Beschäftigten mit künstlerischen Tätigkeiten in den Geltungsbereich des TV-L.

2 Tage Zusatzurlaub für Beschäftigte in psychiatrischen Krankenhäusern.

Keine Verschlechterung des Urlaubsanspruchs.

Führen von Verhandlungen über Einschränkungen befristeter Arbeitsverhältnisse.

Zeit- und inhaltsgleiche Übertragung der Ergebnisse auf die Beamtinnen und Beamten.

Beschränkung der Laufzeit auf maximal 12 Monate.