Mehr angestellte Zahnärzte

Die Zahl abhängig beschäftigter Zahnärzte / -innen steigt stetig

Immer mehr Zahnärzte/-innen arbeiten nicht in der eigenen Praxis, sondern als Angestellte. Als Ursache dafür ist nicht nur die deutliche Zunahme von Gemeinschaftspraxen und Medizinischen Versorgungszentren anzusehen, sondern auch die Tatsache, dass junge Zahnärzte/-innen die hohen Investitionskosten für die eigene Praxis scheuen. Dies lässt am Ende deutliche Rückschlüsse auf den finanziellen Background heutiger Zahnmedizinstudenten/-innen zu.

Laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE-Bund) waren 2010 10.289 Zahnärzte/-innen in Zahnarztpraxen angestellt. 2002 waren es noch 6.190. Die Zahl der niedergelassenen Zahnärzte/-innen in eigener Praxis blieb dagegen weitestgehend konstant: 2002 arbeiteten 54.860 Zahnmediziner/-innen in ihrer Praxis, 2010 54.683.[1]

Vor allem Frauen arbeiten im Angestelltenverhältnis. Der sprunghafte Anstieg männlicher Zahnärzte ist dagegen eine Entwicklung, die erst in den letzten fünf Jahren einsetzte.

Im vergangenen Jahr bestätigte ZWP online, das Nachrichtenportal für die Dentalbranche, diesen Trend. Demnach stieg die Zahl weiblicher Zahnmediziner zwischen 2002 und 2010 von 3.399 auf 6.514 an. Im gleichen Zeitraum nahm aber auch die Zahl der männlichen Beschäftigten zu – von 2.791 auf 3.777.[2]

Rund 25 Prozent der in Praxen tätigen Zahnärztinnen und 10 Prozent der Zahnärzte waren 2010 abhängig beschäftigt.

fm

Anmerkungen

[1] Statistik GBE-Bund

[2] Bericht ZWP online vom 03.07.2012