TVL 2013: Aussitzen is‘ nicht!

Zentralgewerkschaften ver.di, GEW und dbb kündigen Warnstreiks an

Nachdem vergangene Woche die Vertreter des Arbeitgeberverbandes im Öffentlichen Dienst der Länder mit zugeknöpften Taschen auch in die zweite Verhandlungsrunde marschiert waren und sie mit genauso vornehmer Zurückhaltung wieder verließen, ist die Geduld nun am Ende. – Die verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften kündigten endlich erste Warnstreiks an.

Lehrer/-innen voran

Den Auftakt macht heute die GEW in Berlin, mit einem ganztägigen Warnstreik an den Schulen und an Kindertagesstätten der Eigenbetriebe in der Hauptstadt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, in der u.a. Lehrer/-innen und Erzieher/-innen organisiert sind, will in den nächsten Wochen bis zur dritten Verhandlungsrunde am 7. und 8. März Warnstreiks in den Schulen durchführen.

Am Dienstag, 19. Februar wird auch an Schulen in Hannover und Region gestreikt. Laut GEW werde der Schwerpunkt hier zunächst auf die Förderschulen gelegt. Aufgerufen sind alle angestellten Lehrkräfte, Sozialpädagogischen Fachkräfte, Pädagogischen Mitarbeiter/-innen, Schulassistenten/-innen und Schulsozialarbeiter/-innen. In Niedersachsen werden des Weiteren Schulen in Göttingen und Osterode, Oldenburg, Osnabrück und Lüneburg sowie im Bereich Braunschweig, Wolfsburg und Peine betroffen sein.

Ab 14 Uhr startet die GEW, ausgehend vom Klagesmarkt, eine Demonstration durch Hannovers Innenstadt: Klagesmarkt – Goseriede – Steintorplatz – Georgstr. bis zum Kröpcke. Hier findet um 14.30 Uhr die zentrale Streikkundgebung statt.

Andere Landesbetriebe folgen

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kündigte für Donnerstag, 21. Februar ebenfalls einen ganztägigen Ausstand an. Aufgerufen sind nicht nur die Beschäftigten aus Pflege, Verwaltung und Technik an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), sondern auch die Angestellten der Hochschulen, Landesbehörden sowie Straßenmeistereien.

Noch sehr unbestimmt stellte der dbb, beamtenbund und tarifunion, ebenfalls erste Kampfmaßnahmen in Aussicht. Vor allem in der ersten Märzwoche, direkt vor der finalen Verhandlungsrunde, wolle er ein Zeichen an die Adresse der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) geben.

np