TVöD 2014: Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst

Von allem ein Bisschen

Nach insgesamt nur vier Verhandlungstagen und drei Warnstreiktagen ist ein Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst erreicht. Die schnelle Einigung hängt einerseits mit der guten Mobilisierung der Beschäftigten und andererseits mit dem drohenden Abflachen möglicher Proteste während der Osterfeiertage zusammen. Das Ergebnis ist – wie zu erwarten – von allem ein Bisschen.

Weil es bisher nur ein paar Analysen von kritischer Seite gibt, an dieser Stelle nur ein sehr kurzer Blick auf das Ergebnis. Gut ist dass alle mindestens 90 Euro mehr bekommen – das ist fast schon so etwas wie ein Sockelbetrag. Auch der Urlaub steigt für alle Beschäftigten inklusive der Azubis um einen Tag auf maximal 30 Tage. Dann hört es im Prinzip aber auch schon auf. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre, so dass die Prozentuale Lohnsteigerung im zweiten Jahr den Sockel eher wieder mager erscheinen lässt. Auch eine Nahverkehrs und Nachtarbeitszulage im Krankenhaus wird es nicht geben.

Das große Problem für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst ist dabei, dass ein Streik zwar sehr schnell starke Wirkung entfaltet, aber im gleichen Maße die Anfeindungen durch die Öffentlichkeit. Dass die Bevölkerung den Streik überwiegend unterstützt konnte auch durch die Medien nicht kaputt geschrieben werden. Nach drei Tagen Streik im Nahverkehr, bei der Müllabfuhr und den Kitas fängt erfahrungsgemäß die Zustimmung zu bröckeln und wird spätestens nach einer Wochen total mies. Hier wäre Solidarität gefragt.

Für weitere Infos gibt es neben einem Artikel beim „Neuen Deutschland“ auch die Auflistung der wichtigsten Ergebniss bei oeffentlicher-dienst.info.