Internationaler Hebammentag: Protest am Kröpcke in Hannover

bild15Aufsehenerregende Aktion im Stadtgebiet

Rund 50 freiberufliche Hebammen, Mütter mit Kindern sowie einige Väter protestierten am Dienstag anlässlich des Internationalen Hebammentages auf dem Kröpcke. Mit ihren pinkfarbenen T-Shirts und der Aufschrift „(ungeschützter) Sex?“ zogen die Geburtshelferinnen viel Aufmerksamkeit auf ihr Anliegen: Der Forderung nach angemessener Anhebung der Leistungsvergütungen für freiberufliche Hebammen, nach Senkung der stetig steigenden, aber kaum noch zu bezahlenden Haftpflichtversicherungsbeiträge und gegen die derzeitigen Pläne, die Wahlfreiheit des Geburtsortes einzuschränken. Vom steigenden Leistungsdruck und der geringen Bezahlung angestellter Hebammen in Kliniken ganz zu schweigen.

Foto: Jens Kammradt
Ihre Warnung: „Ab dem 1.7.2016 gibt es keine Hebammenleistungen mehr in der BRD! D.h.: Keine Vorsorgen! – Keine Nachsorgen! – Keine Kurse! (Geburtsvorbereitung, Rückbildung etc.) – Keine Außerklinische Geburtshilfe!“

An Passantinnen und Passanten wurden von den Geburtshelferinnen und ihren Unterstützerinnen gleichfarbige und gleichlautende Karten und Sticker verteilt. Aber nicht nur dort: Auch in einigen Stadtteilen prangten diese weithin sichtbar an Windschutzscheiben parkender Pkws, Ampeln und Laternenpfählen.

fm (GGB-Hannover)