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Zehntausende anlässlich der Mitgliederversammlung der VKA auf der Straße

Der unbefristete Streik im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) geht in die vierte Woche. Nach ihrer gestrigen Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main signalisierte die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) nun Gesprächsbereitschaft und schlug den verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften ver.di und GEW Termine für kommenden Dienstag oder Mittwoch in der Mainmetropole vor. Ver.di dagegen drückt auf die Tube: Sie lud die Arbeitgeber ihrerseits schon für Montag zu Verhandlungen nach Berlin ein.

Für eine Aufwertung ihrer Berufe waren gestern zehntausende Erzieherinnen, Sozialarbeiter, Sozialpädagoginnen und Beschäftigte aus der Behindertenhilfe auf der Straße. Nach Angaben der verhandlungsführenden Zentralgewerkschaft ver.di nahmen allein an den zentralen Großdemonstrationen in Frankfurt/Main und Hamburg 16.000 bzw. 15.000 Beschäftigte teil. Auch aus Hannover und Umland ging es gestern mit Bussen nach Hamburg. Insgesamt sollen 50.000 Tarifbeschäftigte im Ausstand gewesen sein. Darunter mit 5.700 Streikenden in Niedersachsen und Bremen rund ein Viertel der insgesamt 22.800 Beschäftigten allein im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst dieser beiden Bundesländer. Über 1.000 der circa 1.700 kommunalen Kitas, Krippen und Spielhäuser sind allein hier vom Streik betroffen. Mit dabei sind auch die in der Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover (GGB) organisierten Tarifbeschäftigten. Die GGB hatte sich den Forderungen der verhandlungsführenden Gewerkschaften angeschlossen.

Zu einer größeren Demonstration kam es in der Vorwoche auch in Hannover: Am 21. Mai waren rund 2.500 Beschäftigte aus Hannover, der Region und dem Umland in zwei Demonstrationszügen vor das hannoversche Rathaus auf dem Trammplatz gezogen.

fm