TVöD EGO SuE 2015: Gedämpfte Erwartung

Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover (GGB) merkt auf

Auch wenn die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) auf die Einladung der verhandlungsführenden Zentralgewerkschaft ver.di zu einem vorgezogenen Verhandlungstermin nach Berlin am heutigen Montagabend einging: Die Erwartungen der Basisgewerkschaft GGB-Hannover hieran bleiben gedämpft.

Denn die VKA geht mit einem „Angebot“ in die Verhandlungen, das lediglich ihre indiskutablen „Vorschläge“ vom April formal neu bündelt. Ver.di und GEW hatten sie seinerzeit als völlig unzureichend abgelehnt und Urabstimmungen eingeleitet. Seit vier Wochen wird deshalb im Sozial- und Erziehungsdienst gestreikt.

Auch die verhandlungsführende GEW sparte im Vorfeld der heutigen Verhandlungen nicht mit Kritik: „Mit ihrem Angebot will die VKA der Mehrheit der Beschäftigten die notwendige Aufwertung komplett verweigern. Auch dort, wo sie einen Aufwertungsbedarf zugestehen, erreichen die Arbeitgeber die Mehrheit der Beschäftigten nicht.“

Woher die Zentralgewerkschaft ver.di ihren verhaltenen Optimismus nimmt, bleibt der GGB-Hannover deshalb schleierhaft. Ein kritisches Aufmerken der Tarifbeschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst ist hier angebracht. Das haben leider auch andere Tarifrunden bewiesen.

fm (GGB-Hannover)