TVöD EGO SuE 2015: Flucht nach vorn?

Zentralgewerkschaften und Arbeitgeber rufen Schlichtung an

Zentralgewerkschaften und Arbeitgeber haben in der Tarifrunde Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) die Schlichtung angerufen. Auch die jüngste Verhandlungsrunde von Montagabend bis Donnerstagmorgen hatte zu keinem Ergebnis geführt. Die Streiks wurden für die Zeit der Schlichtung ab Montag ausgesetzt, bereits ab Sonntag gilt die Friedenspflicht.

Der Konflikt um eine deutliche Aufwertung des kommunalen Sozial- und Erziehungsdienstes scheint festgefahren. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hält an ihrer Verweigerungshaltung fest, die Forderungen für unbezahlbar. Und saß den unbefristeten Streik einfach vier Wochen lang aus. Die verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften ver.di, GEW und dbb geraten indes mehr und mehr in Vermittlungsprobleme. Denn die bislang weitestgehend verständnisvolle Stimmung der betroffenen Eltern kippt. Die mediale Öffentlichkeit schürt fleißig mit daran.

Unterdessen rissen die öffentlichkeitswirksame Aktionen der Tarifbeschäftigten in Hannover und ganz Niedersachsen auch in dieser Woche nicht ab: Am Mittwochnachmittag Streikmeile von ver.di-Mitgliedern auf der Lister Meile, am gestrigen Donnerstag zentrale Kundgebung auf dem Hannah-Arendt-Platz mit ca. 1.000 Streikenden und Eltern. Der Anlass: Die Forderung nach einem besseren Kita-Gesetz, mit dem sich zeitgleich der niedersächsische Landtag in seiner Sitzung befasste. An der Kundgebung nahm auch die Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover (GGB) teil.

fm (GGB-Hannover)