Eine schlechte Alternative

refugees-welcome-lampedusaDie Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover ruft dazu auf, sich an den Demonstrationen gegen den Parteitag der AfD am 28.11.2015 in Hannover zu beteiligen! Kommt um 12 Uhr auf den Opernplatz und setzt ein Zeichen gegen Rassismus, Nationalismus und Dummheit!

Immer mehr Menschen sehen keine andere Möglichkeit mehr, als ihre Heimat aufgrund von Krieg, Diktaturen oder den Folgen des Klimawandels zu verlassen. In dieser Situation gießt die AfD Öl ins Feuer, indem sie Flüchtlinge als kriminell abstempelt, ihnen „Asylmissbrauch“ vorwirft oder sie gleich generell unter Terrorismusverdacht stellt. Dem gilt es sich entgegen zu stellen!

Als Sozialarbeiter*innen, Krankenpfleger*innen oder Erzieher*innen kämpfen wir täglich gegen rassistische Stimmungsmache von AfD und ähnlichen unsäglichen Gruppierungen. Täglich müssen wir gegen hartnäckige rassistische Vorurteile in den Köpfen von Adressat*innen, Kolleg*innen und Angehörigen anarbeiten. Nur zwei Beispiele aus der Sozialen Arbeit:

Ein Wohnungsloser entwickelt Hass auf Flüchtlinge, weil er diese als Konkurrenten auf dem umkämpften Wohnungsmarkt sieht. Klar ist: Billige Wohnungen sind knapp. Aber keiner unser Adressat*innen in der Wohnungslosenhilfe wurde von einem Flüchtling vor die Tür gesetzt. Den Zugang zu Wohnraum versperren ihnen Unternehmen, die mit der Vermietung von Wohnungen horrende Profite erzielen. Den Zugang zu Wohnraum versperrt ihnen eine Politik, die seit Jahrzehnten keinen Cent mehr in sozialen Wohnungsbau investiert und keinen Riegel vor Mietwucher schiebt.

Eine Auszubildende in der Jugendhilfe wird in ihrem Betrieb gekündigt. Gleichzeitig behält eine junge Flüchtlingsfrau ihrer Ausbildungsplatz. Nun ist erstgenannte angefressen und lehnt Zuwanderung ab. Aufgrund der Flüchtlinge habe sie ihren Ausbildungsplatz verloren. Aber nicht die Geflüchtete hat sie entlassen, sondern ihr Chef. Er hat eine Auszubildende durch eine noch schlechter bezahlte Auszubildende ersetzt. Durch eine, die wegen ihrer Notsituation auf jeden Job angewiesen ist, den sie bekommen kann.

Rassistische, autoritäre Parteien wie die AfD verschleiern diese Zustände. Sie bauen Feindbilder auf, die Menschen am Rande der Gesellschaft dazu bringen, andere Menschen zu hassen, die ebenfalls am Rande der Gesellschaft stehen. Unterdrückte werden gegen Unterdrückte aufgehetzt.

Es gibt viele Baustellen in dieser Gesellschaft. Es gibt viele Gründe für Unsicherheit. Es gibt ohne Ende prekäre Jobs, danach wartet die Altersarmut und die Wohnungskündigung. Das wird sich nicht ändern, wenn Grenzen dicht gemacht, geheimdienstliche Befugnisse ausgeweitet oder Homosexualität aus den Lehrplänen gestrichen wird.

Das wird sich ändern, wenn die Lohnabhängigen und Ausgebeuteten zusammen kämpfen. Solidarisch, gemeinsam, radikal, ohne sich von nationalistischen Parolen von AfD und ihren braunen Kameraden spalten zu lassen. Das geht nur gegen Rechtspopulisten. Dafür steht die GGB Hannover: Solidarität von unten statt Hetze und Spaltung von oben. Das ist eindeutig die bessere Alternative.

Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover

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