Mit Rat und Tat

Basisgewerkschaft geht Probleme im Betrieb aktiv an

Eng ist die Arbeit der Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe (GGB) mit der monatlichen Gewerkschaftlichen Beratung der FAU Hannover verzahnt. Im zurückliegenden Jahr wurde die Basisgewerkschaft GGB gleich mit einer ganzen Themenpalette von Problemen konfrontiert, bei denen sie mit Rat und Tat Abhilfe schaffte oder Handlungsmöglichkeiten aufzeigen konnte.

Pflege

Urlaubsentgelt und Urlaubsabgeltung, Regelung der täglichen Mindeststunden und der Mindestentgelte bei Nichteinsatzzeiten, Zuschlagsregelungen für die Arbeit zu ungünstigen Zeiten sowie die Regelung der Kranken-, Renten- und Unfallversicherung sind nur einige der Themen, mit denen sich zusätzliche Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen nach § 87b Abs. 3 SGB XI auf Minijobbasis in den vergangenen Monaten an uns wandten. Hinzu kamen Probleme von Pflegekräften in der ambulanten Pflege mit unverbindlicher Dienstplangestaltung, willkürlichen Arbeitszeitreglungen, der Nichtanerkenntnis von Wegezeiten sowie der Nichtgewährung von Zuschlägen. Bis hin zu Fragen von Ansprüchen von Arbeitnehmer_innen bei Insolvenz ihres Arbeitgebers.

Im klinischen Bereich wurden wir zudem bei vielerlei Fragen tariflicher Eingruppierung, der Gewährung von Urlaub, bei Versetzung, zu Ruhezeiten und Pause, Regelungen in der Probezeit, des Rechts auf Teilzeit sowie des Arbeitsschutzes aktiv.

Soziale Assistenz

In der Sozialen Assistenz ging es um fraglos problematische Arbeitszeitregelungen sowie Regelungen des Arbeitsschutzes in der aufsuchenden Tätigkeit.

Erziehung und Soziale Arbeit

In einigen Kitas beschäftigten uns vorrangig Themen wie Entgeltfortzahlung, Gewährung von Vergütungsbestandteilen, Arbeitszeitregelungen, die unsägliche Befristungspraxis der Arbeitgeber sowie die Rechte Beschäftigter im Streik.

In der Sozialen Arbeit ging es in erster Linie gleichfalls um Fragen der Vergütung, von Arbeitszeitregelungen sowie der Entgeltfortzahlung. Hinzu kamen die Rechte von Betriebsräten und Ersatzmitgliedern, wiederholt auch Kündigungsschutz, Änderungskündigungen, Versetzungen sowie Mobbing durch Vorgesetzte.

Eine Frage der Organisierung

Allein die Vielfalt der Aufzählung problematischer Themen ist ein Anhaltspunkt für die unsäglichen Bedingungen, unter denen Pflegekräfte, Erzieher_innen und Sozialarbeitende heute noch im Gesundheits- und Sozialwesen arbeiten müssen. Doch zugleich zeigen sie auch einen Ausweg auf, wie diese erfolgreich überwunden werden können: Mit basisgewerkschaftlicher Organisierung lassen sich die vereinzelten Kräfte bündeln, um grundlegende Änderungen und Verbesserungen in den Betrieben herbeizuführen. Bei voller Mitentscheidung jeden Schrittes und umfänglicher Partizipation. Mitglied werden lohnt sich!

fm