1. Mai 2017: Authentisch kämpferisch

FAU Hannover demonstriert Entschlossenheit

Auch in diesem Jahr beteiligten sich anlässlich des 1. Mai Tausende Menschen am traditionellen Demonstrationszug vom Freizeitheim Linden in Richtung Innenstadt. Am Kundgebungsort vor dem Rathaus zählte der Veranstalter 3.000 Menschen. Wie in vorangegangenen Jahren war die FAU Hannover mit einem gut frequentierten eigenen Informationsstand auf dem Trammplatz vertreten. Zuvor hatten die BasisgewerkschafterInnen des Allgemeinen Syndikats (AS) und der Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe (GGB) auf dem Demozug eine starke Präsenz gezeigt. Unter dem Motto „Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen“ demonstrierten sie für grenzüberschreitende Solidarität mit migrantischen ArbeiterInnen.

Fotos: Jens Kammradt

Die Kundgebungsreden auf dem „Fest der Demokratie“ hielten Oberbürgermeister Stefan Schostok und Detlef Ahting, ver.di-Landesbezirksleiter in Niedersachsen-Bremen. Beide befanden sich im Wahlkampfmodus. Wortreich beklagten sie die Verschlechterung der Arbeitsbedingungen, Sozialabbau und den dadurch verstärkten Rechtsruck. Kein Wort fiel dazu, dass SPD und Grüne für Hartz IV verantwortlich sind. Auch den Satz „Wir müssen uns in den Betrieben organisieren“, verbunden mit einem Aufruf aktiv zu werden, kam ihnen nicht über die Lippen.

Keine Kreide gefressen hatte die FAU Hannover, die im Demonstrationszug und am Kundgebungsort unter eigenem Motto demonstrierte. Mit ihrem „Arbeitskampf kennt keine Grenzen“ zeigte sie auf, worauf es im Interessenkampf abhängig Beschäftigter wirklich ankommt. Jedenfalls auf keine Floskeln, auch keine Appelle à la „Hätte, Könnte, Sollte“. Denn unterm Strich zählt das Tun, der Erfolg einer Gewerkschaft von und für Mitglieder. Ein Ziel, das die Basisgewerkschafter_innen der FAU Hannover antreibt. Auch an 364 Tagen nach diesem 1. Mai.

fm