Zum Tag der Pflege: Uns hilft kein Jammern und kein Stöhnen

Allein wir haben heute keine Bonbons und tröstenden Worte mitgebracht. Obzwar am heutigen „Tag der Pflege“ zu Recht viel von mangelnder Wertschätzung für unsere Berufsgruppe die Rede ist. Doch allein für warme Worte und versprochene Brosamen sind wir längst nicht mehr empfänglich.

Tagtäglich werden uns Menschenleben anvertraut. Doch behandelt und bezahlt werden wir auf dem untersten Niveau der Entgeltskala. Wie ehedem. Unsere Arbeitsbedingungen bleiben hart, unsere Arbeitskraft, unser Leistungsvermögen wird dauerhaft auf Verschleiß gefahren. Aufwertung und Entlastung bleiben da nur geflügelte Worte.

Wir haben uns deshalb von der Illusion verabschiedet, dass wir nur ein klein wenig mehr Gehör erlangen müssten, indem wir die „richtigen Leute“ in Politik, Zentralgewerkschaften, Berufsverbände oder Pflegekammern hieven. Karrieren werden so gemacht. Doch für uns Pflegende ist damit gar nichts erreicht.

Unsere Interessen vertreten wir am direktesten selbst. Als Pflegende in einer kämpferischen Basisgewerkschaft. Ihr solltet es auch tun! Mit uns.

sg