Lesetipp: Zwischen Staatszentrierung und Selbstorganisation – Interessenvertretung in der Altenpflege

Obwohl gerade im Pflegebereich ein hoher Veränderungsbedarf in punkto Arbeitsbedingungen besteht, ist der gewerkschaftliche Organisierungsgrad sehr gering. Die unlängst im Wiesbadener Springer Fachmedien Verlag veröffentlichte Studie „Interessenvertretung in der Altenpflege. Zwischen Staatszentrierung und Selbstorganisation“ geht den Ursachen dieses Phänomens nach. Hervorragend herausgearbeitet wurden darin nicht nur die Problemfelder der Branche, sondern auch die Potentiale und Handlungsspielräume. Befragt wurden hierfür Beschäftigte aus Pflegebetrieben, aber auch Berufsverbände und Gewerkschaften, darunter die Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover.

Foto: Jens Kammradt

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Hannover: Ombudsstelle für Flüchtlinge von SPD, Grünen und FDP abgelehnt

Eine Ombudsstelle für Flüchtlinge soll es nach dem Willen von SPD, Grünen und FDP in Hannover nicht geben. Ein Antrag der CDU-Ratsfraktion auf Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle zu Betreuung und Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften wurde am vergangenen Donnerstag mit 4 Stimmen dafür, 7 Stimmen dagegen und 0 Enthaltungen im Ausschuss für Integration Europa und Internationale Kooperation (Internationaler Ausschuss) abgelehnt. Auf Unverständnis stieß die Ablehnung bei den Vertretern von Die Fraktion und Die Linke.

Bild: Die Entscheidung geht klar am Ziel vorbei. – Foto: Jens Kammradt

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Anleitung zum Glücklichsein: In Schweden wird der Sechsstundentag längst geprobt

Während die Debatte um die weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit im Zuge der geplanten Reform des Arbeitszeitgesetzes in Deutschland immer wieder einseitig angeheizt wird, geht man in europäischen Nachbarländern längst andere Wege. Was hierzulande einen Sturm der Entrüstung aus Politik und Unternehmerlager auslöst, etwa die vergleichsweise moderate Forderung der IG Metall nach Arbeitszeitverkürzung auf bis zu 28 Stunden in der Woche, wird dort seit Jahren und nicht halb so luschig erprobt. Der Sechsstundentag bei vollem Lohnausgleich findet in Skandinavien längst immer mehr Anklang, nicht nur seitens der Beschäftigten.

Bild: Sechs Stunden sind genug! – Foto: Jens Kammradt

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Pflegemindestlohn steigt

Am 1. November tritt die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales erlassene Dritte Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen für die Pflegebranche (3. PflegeArbbV) in Kraft. Damit steigt zum 1. Januar 2018 der Mindestlohn in der Pflege in Westdeutschland und Berlin von derzeit 10,20 Euro auf 10,55 Euro in der Stunde, im Osten von 9,50 Euro auf 10,05 Euro. Rund 908.000 Beschäftigte profitieren von dieser Regelung.

Bild: Kleckerweise Anhebung bis 2020. – Foto: Jens Kammradt

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Lesetipp: Sorge-Kämpfe – Arbeitskonflikte in sozialen Dienstleistungen

In Kürze erscheint im Hamburger VSA-Verlag ein von Ingrid Artus, Peter Birke, Stefan Kerber-Clasen und Wolfgang Menz herausgegebener Sammelband zu Arbeitskonflikten in sozialen Dienstleistungen. „Sorge-Kämpfe“ widmet sich der lange Zeit als wenig konfliktgeprägt geltenden Arbeit in Krankenhäusern, in der Altenpflege, in Kindertagesstätten und in der Behindertenbetreuung. Die Proteste und Arbeitskämpfe der letzten Jahre zeigen jedoch einen grundlegenden Bewusstseinswandel im Bereich der Care- und Dienstleistungsarbeit an.

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Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: Modell findet Befürworter

Hannover, 29.08.2017. Die Forderung nach einer unabhängigen Beschwerdestelle für Flüchtlinge und Beschäftigte in Gemeinschaftsunterkünften stößt auf immer breitere Zustimmung. Die Basisgewerkschaft GGB begrüßt dies, sieht hierin einen ersten Schritt zur Durchsetzung weiterer sozialarbeiterischer Standards in Hannovers Flüchtlingsunterkünften.

Bild: Kundgebung am 1. Mai 2017 vor dem Neuen Rathaus in Hannover. – Foto: Jens Kammradt Weiter lesen „Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: Modell findet Befürworter“

Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: GGB fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit

In einer Anhörung der Stadt Hannover zu den Arbeitsbedingungen in den Flüchtlingsunterkünften machte sich die Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover (GGB) für die volle Angleichung der Gehälter an den Tarif des öffentlichen Dienstes stark. Außerdem forderte sie die Einrichtung unabhängiger Beschwerdestellen für Bewohnerinnen und Bewohner sowie für die Beschäftigten.

Bild: Gewerkschaft in Aktion. – Foto: Jens Kammradt Weiter lesen „Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: GGB fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit“

DRK Soziale Dienste: Unversöhnlich

Die Weichen früh auf Konflikt gestellt

Wie eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit dem Betriebsrat vom Arbeitgeber auch ausgelegt werden kann, konnten Interessierte am 06.07.2017 im Arbeitsgericht Hannover erleben. Die DRK-Soziale Dienste in der Region Hannover gGmbH, vertreten durch Frau Allgeier und Anwältin Dr. Rasche, wollten hier feststellen lassen, dass die Betriebsratswahl im November 2016 nichtig gewesen sei. Die Verhandlung endete mit einem Vergleich.

Bild: Sitz des DRK Hannover. – Foto: Jens Kammradt

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Fachkräftemangel: Engpass nutzen!

Vor acht Jahren skizzierte die GGB Hannover längst auch die Chancen, die der allseits prognostizierte Fachkräftemangel in der Pflege mit sich bringen wird.[1] Gesetzt den Fall, sie werden auch genutzt! Doch die Zentralgewerkschaften, die bislang maßgeblich die Verhandlungen über die Arbeits- und Entgeltbedingungen mit den Arbeitgebern führen, hinken bis heute den Entwicklungen im immer gleichen Trott hinterher. Und lassen auch nicht erkennen, die Probleme einmal grundlegend anders angehen zu wollen. Sie bleiben in ihrer Systemlogik gefangen. Anders die GGB. Argumentative Schützenhilfe erhielt die Basisgewerkschaft nun von unerwarteter Stelle.

Bild: Heult nicht. Organisierung jetzt! – Foto: Jens Kammradt

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Zum Tag der Pflege: Uns hilft kein Jammern und kein Stöhnen

Allein wir haben heute keine Bonbons und tröstenden Worte mitgebracht. Obzwar am heutigen „Tag der Pflege“ zu Recht viel von mangelnder Wertschätzung für unsere Berufsgruppe die Rede ist. Doch allein für warme Worte und versprochene Brosamen sind wir längst nicht mehr empfänglich.

Foto: N. P.

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