Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: Modell findet Befürworter

Hannover, 29.08.2017. Die Forderung nach einer unabhängigen Beschwerdestelle für Flüchtlinge und Beschäftigte in Gemeinschaftsunterkünften stößt auf immer breitere Zustimmung. Die Basisgewerkschaft GGB begrüßt dies, sieht hierin einen ersten Schritt zur Durchsetzung weiterer sozialarbeiterischer Standards in Hannovers Flüchtlingsunterkünften.

Bild: Kundgebung am 1. Mai 2017 vor dem Neuen Rathaus in Hannover. – Foto: Jens Kammradt Weiter lesen „Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: Modell findet Befürworter“

Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: GGB fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit

In einer Anhörung der Stadt Hannover zu den Arbeitsbedingungen in den Flüchtlingsunterkünften machte sich die Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover (GGB) für die volle Angleichung der Gehälter an den Tarif des öffentlichen Dienstes stark. Außerdem forderte sie die Einrichtung unabhängiger Beschwerdestellen für Bewohnerinnen und Bewohner sowie für die Beschäftigten.

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DRK Soziale Dienste: Unversöhnlich

Die Weichen früh auf Konflikt gestellt

Wie eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit dem Betriebsrat vom Arbeitgeber auch ausgelegt werden kann, konnten Interessierte am 06.07.2017 im Arbeitsgericht Hannover erleben. Die DRK-Soziale Dienste in der Region Hannover gGmbH, vertreten durch Frau Allgeier und Anwältin Dr. Rasche, wollten hier feststellen lassen, dass die Betriebsratswahl im November 2016 nichtig gewesen sei. Die Verhandlung endete mit einem Vergleich.

Bild: Sitz des DRK Hannover. – Foto: Jens Kammradt

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Fachkräftemangel: Engpass nutzen!

Vor acht Jahren skizzierte die GGB Hannover längst auch die Chancen, die der allseits prognostizierte Fachkräftemangel in der Pflege mit sich bringen wird.[1] Gesetzt den Fall, sie werden auch genutzt! Doch die Zentralgewerkschaften, die bislang maßgeblich die Verhandlungen über die Arbeits- und Entgeltbedingungen mit den Arbeitgebern führen, hinken bis heute den Entwicklungen im immer gleichen Trott hinterher. Und lassen auch nicht erkennen, die Probleme einmal grundlegend anders angehen zu wollen. Sie bleiben in ihrer Systemlogik gefangen. Anders die GGB. Argumentative Schützenhilfe erhielt die Basisgewerkschaft nun von unerwarteter Stelle.

Bild: Heult nicht. Organisierung jetzt! – Foto: Jens Kammradt

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Zum Tag der Pflege: Uns hilft kein Jammern und kein Stöhnen

Allein wir haben heute keine Bonbons und tröstenden Worte mitgebracht. Obzwar am heutigen „Tag der Pflege“ zu Recht viel von mangelnder Wertschätzung für unsere Berufsgruppe die Rede ist. Doch allein für warme Worte und versprochene Brosamen sind wir längst nicht mehr empfänglich.

Foto: N. P.

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1. Mai 2017: Authentisch kämpferisch

FAU Hannover demonstriert Entschlossenheit

Auch in diesem Jahr beteiligten sich anlässlich des 1. Mai Tausende Menschen am traditionellen Demonstrationszug vom Freizeitheim Linden in Richtung Innenstadt. Am Kundgebungsort vor dem Rathaus zählte der Veranstalter 3.000 Menschen. Wie in vorangegangenen Jahren war die FAU Hannover mit einem gut frequentierten eigenen Informationsstand auf dem Trammplatz vertreten. Zuvor hatten die BasisgewerkschafterInnen des Allgemeinen Syndikats (AS) und der Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe (GGB) auf dem Demozug eine starke Präsenz gezeigt. Unter dem Motto „Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen“ demonstrierten sie für grenzüberschreitende Solidarität mit migrantischen ArbeiterInnen.

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TVL Tarifrunde Länder 2017: Was bleibt im Porte­mon­naie?

Von GGB in Teilen kritisiertes Tarifergebnis nun in ver.di-Mitgliederbefragung angenommen

Hannover, 31.03.2017. Am 17. Februar hatten sich die verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften ver.di, GEW, GdP, IG BAU sowie dbb beamtenbund und tarifunion mit dem Arbeitgeberverband, der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), auf moderate Entgeltsteigerungen in zwei Schritten geeinigt. Hiernach sollten die Entgelte im öffentlichen Dienst der Länder rückwirkend zum 1. Januar 2017 um 2 Prozent und zum 1. Januar 2018 um weitere 2,35 Prozent steigen.[1] In den vergangenen vier Wochen waren die tarifbeschäftigten ver.di-Mitglieder in einer Mitgliederbefragung aufgerufen, über das Verhandlungsergebnis zu entscheiden. Von den an der Abstimmung teilnehmenden ver.di-Mitgliedern sprachen sich nun 82,17 Prozent für die Annahme des Abschlusses aus. Die ver.di Bundestarifkommission stimmte dem Ergebnis einstimmig zu. Die GGB Hannover hatte Teile des Abschlusses im Februar kritisiert. Auch ihre tarifbeschäftigten Mitglieder fallen unter die Regelungen dieses Tarifwerks. Weiter lesen „TVL Tarifrunde Länder 2017: Was bleibt im Porte­mon­naie?“

Nach Kündigung durch DRK-Soziale Dienste in der Region Hannover gGmbH: Kündigungsschutzklage endet mit Vergleich

Hannover, 23.03.2017. Mit einem Vergleich endete am Donnerstagvormittag vorm Arbeitsgericht Hannover die Kündigungsschutzklage einer Mitarbeiterin der DRK-Soziale Dienste in der Region Hannover gGmbH. Ihr Arbeitsverhältnis war seitens der Geschäftsleitung zum 30. November 2016 beendet worden, nachdem ihr eine Änderungskündigung ausgesprochen worden war. Die Brisanz: Die betreffende Mitarbeiterin hatte im Vorfeld erklärt, sich zur Wahl eines neu zu gründenden Betriebsrats bei der DRK-Tochtergesellschaft aufstellen zu lassen.

Foto: Jens Kammradt

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Standards in Flüchtlingsunterkünften: Stellungnahme von GGB und aks Hannover

Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Hannover und die Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover beobachten mit Sorge die Standards in den den hannoverschen Flüchtlingsunterkünften. Darunter leiden die Menschen, die in den Unterkünften leben müssen sowie jene, die dort arbeiten. Da das Thema dringend auf die Tagesordnung der städtischen Politik gehört, haben Gewerkschaft und Arbeitskreis eine Stellungnahme zu den Arbeits- und Lebensbedingungen in Flüchtlingsunterkünften verfasst und an die lokale Presse und Ratspolitik geschickt. Unterstützt wird die Intervention von „Flüchtlingsrat Niedersachsen“ und dem „Netzwerk Flüchtlingshilfe und Menschenrechte“. An dieser Stelle dokumentieren wir das Papier.

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DRK: Arbeitnehmerüberlassung nun mit Hintertür

Basisgewerkschafter Hinnerk Schur kritisiert im Interview mit Radio Dreyeckland auch Arbeitsbedingungen beim DRK-Soziale Dienste in der Region Hannover gGmbH

Noch bevor das Bundesarbeitsgericht (BAG) in seiner von der GGB Hannover begrüßten Entscheidung die Gestellung von Rotkreuzschwestern als Arbeitnehmerüberlassung nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) beurteilte[1], hatten sich Politik und Arbeitgeber schon darauf verständigt, Konsequenzen aus dem Urteil wieder zu unterlaufen. Zu diesem Zwecke soll das DRK-Gesetz geändert werden.

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