Stets zu Diensten, Herr Doktor!

Zur Situation in den Praxen im Gesundheitswesen

Als eine der wesentlichen Säulen des Gesundheitswesens geraten die Praxen nur alle paar Jahre ins Visier des öffentlichen Interesses. Thematisiert werden dann politische Maßnahmen, beispielsweise im Rahmen der Gesundheitsreformen. Praxisgebühren und Zuzahlungen für medizinische Leistungen, die von den Kassen nicht länger übernommen werden, sind in aller Munde. Nicht jedoch die Situation abhängig Beschäftigter, die in diesem Sektor ihre Brötchen verdienen. Keine Ausnahme bilden hierin die großen Zentralgewerkschaften, die diesen Bereich völlig links liegen lassen. Die Situation der abhängig Beschäftigten in den Praxen ist in der öffentlichen Wahrnehmung hingegen völlig unterbelichtet. Denn anders als ihre ArbeitgeberInnen haben sie keine Lobby. Weiterlesen

Tendenz gegen Grundrechte: Kirchen als Arbeitgeberinnen

bild21Di, 28.9.2010 | 19.00 Uhr | Pavillon | Kleiner Saal | Lister Meile 4 | 30161 Hannover:

Caritas und Diakonie gehören mit zusammen über 900.000 MitarbeiterInnen zu den größten privaten Arbeitgeberinnen in der Bundesrepublik. Aufgrund des Sonderstatus der Kirchen als religionsgemeinschaftliche Tendenzbetriebe fehlen den Mitarbeiter_innen entscheidende Rechte: Das Betriebsverfassungsgesetz gilt hier nicht, gewerkschaftliche Organisierungsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt, und das Streikrecht wird von den Arbeitgeberinnen regelmäßig bestritten. Kirchliche
Institutionen betreiben Lohndumping und setzen ihre Angestellten zunehmend
unter Druck.

Bahnhofsmission, Hannover-Hauptbahnhof – Foto: N. Pouget
Weiter lesen „Tendenz gegen Grundrechte: Kirchen als Arbeitgeberinnen“

Ihre Schwäche ist unsere Stärke: In der Pflege fehlen Fachkräfte

Die Pflegebranche sucht händeringend Fachkräfte. Mittlerweile nimmt der Mangel dramatische Züge an. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird sich diese Tendenz allerdings in den nächsten Jahren noch verschärfen. Allein im Bezirk der Agentur für Arbeit Hannover gibt es derzeit 400 offene Stellen, die nur schwer besetzt werden könnten. Vor einem Jahr waren es noch 200 Stellen. Neben Alten- und Pflegeassistenten würden vor allem examinierte Alten- und Krankenpflegekräfte fehlen.

Weiter lesen „Ihre Schwäche ist unsere Stärke: In der Pflege fehlen Fachkräfte“