Hannover: Ombudsstelle für Flüchtlinge von SPD, Grünen und FDP abgelehnt

Eine Ombudsstelle für Flüchtlinge soll es nach dem Willen von SPD, Grünen und FDP in Hannover nicht geben. Ein Antrag der CDU-Ratsfraktion auf Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle zu Betreuung und Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften wurde am vergangenen Donnerstag mit 4 Stimmen dafür, 7 Stimmen dagegen und 0 Enthaltungen im Ausschuss für Integration Europa und Internationale Kooperation (Internationaler Ausschuss) abgelehnt. Auf Unverständnis stieß die Ablehnung bei den Vertretern von Die Fraktion und Die Linke.

Bild: Die Entscheidung geht klar am Ziel vorbei. – Foto: Jens Kammradt

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Anleitung zum Glücklichsein: In Schweden wird der Sechsstundentag längst geprobt

Während die Debatte um die weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit im Zuge der geplanten Reform des Arbeitszeitgesetzes in Deutschland immer wieder einseitig angeheizt wird, geht man in europäischen Nachbarländern längst andere Wege. Was hierzulande einen Sturm der Entrüstung aus Politik und Unternehmerlager auslöst, etwa die vergleichsweise moderate Forderung der IG Metall nach Arbeitszeitverkürzung auf bis zu 28 Stunden in der Woche, wird dort seit Jahren und nicht halb so luschig erprobt. Der Sechsstundentag bei vollem Lohnausgleich findet in Skandinavien längst immer mehr Anklang, nicht nur seitens der Beschäftigten.

Bild: Sechs Stunden sind genug! – Foto: Jens Kammradt

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Lesetipp: Sorge-Kämpfe – Arbeitskonflikte in sozialen Dienstleistungen

In Kürze erscheint im Hamburger VSA-Verlag ein von Ingrid Artus, Peter Birke, Stefan Kerber-Clasen und Wolfgang Menz herausgegebener Sammelband zu Arbeitskonflikten in sozialen Dienstleistungen. „Sorge-Kämpfe“ widmet sich der lange Zeit als wenig konfliktgeprägt geltenden Arbeit in Krankenhäusern, in der Altenpflege, in Kindertagesstätten und in der Behindertenbetreuung. Die Proteste und Arbeitskämpfe der letzten Jahre zeigen jedoch einen grundlegenden Bewusstseinswandel im Bereich der Care- und Dienstleistungsarbeit an.

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Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: Modell findet Befürworter

Hannover, 29.08.2017. Die Forderung nach einer unabhängigen Beschwerdestelle für Flüchtlinge und Beschäftigte in Gemeinschaftsunterkünften stößt auf immer breitere Zustimmung. Die Basisgewerkschaft GGB begrüßt dies, sieht hierin einen ersten Schritt zur Durchsetzung weiterer sozialarbeiterischer Standards in Hannovers Flüchtlingsunterkünften.

Bild: Kundgebung am 1. Mai 2017 vor dem Neuen Rathaus in Hannover. – Foto: Jens Kammradt Weiter lesen „Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: Modell findet Befürworter“

Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: GGB fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit

In einer Anhörung der Stadt Hannover zu den Arbeitsbedingungen in den Flüchtlingsunterkünften machte sich die Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover (GGB) für die volle Angleichung der Gehälter an den Tarif des öffentlichen Dienstes stark. Außerdem forderte sie die Einrichtung unabhängiger Beschwerdestellen für Bewohnerinnen und Bewohner sowie für die Beschäftigten.

Bild: Gewerkschaft in Aktion. – Foto: Jens Kammradt Weiter lesen „Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: GGB fordert gleichen Lohn für gleiche Arbeit“

DRK Soziale Dienste: Unversöhnlich

Die Weichen früh auf Konflikt gestellt

Wie eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit dem Betriebsrat vom Arbeitgeber auch ausgelegt werden kann, konnten Interessierte am 06.07.2017 im Arbeitsgericht Hannover erleben. Die DRK-Soziale Dienste in der Region Hannover gGmbH, vertreten durch Frau Allgeier und Anwältin Dr. Rasche, wollten hier feststellen lassen, dass die Betriebsratswahl im November 2016 nichtig gewesen sei. Die Verhandlung endete mit einem Vergleich.

Bild: Sitz des DRK Hannover. – Foto: Jens Kammradt

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1. Mai 2017: Authentisch kämpferisch

FAU Hannover demonstriert Entschlossenheit

Auch in diesem Jahr beteiligten sich anlässlich des 1. Mai Tausende Menschen am traditionellen Demonstrationszug vom Freizeitheim Linden in Richtung Innenstadt. Am Kundgebungsort vor dem Rathaus zählte der Veranstalter 3.000 Menschen. Wie in vorangegangenen Jahren war die FAU Hannover mit einem gut frequentierten eigenen Informationsstand auf dem Trammplatz vertreten. Zuvor hatten die BasisgewerkschafterInnen des Allgemeinen Syndikats (AS) und der Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe (GGB) auf dem Demozug eine starke Präsenz gezeigt. Unter dem Motto „Der Arbeitskampf kennt keine Grenzen“ demonstrierten sie für grenzüberschreitende Solidarität mit migrantischen ArbeiterInnen.

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TVL Tarifrunde Länder 2017: Was bleibt im Porte­mon­naie?

Von GGB in Teilen kritisiertes Tarifergebnis nun in ver.di-Mitgliederbefragung angenommen

Hannover, 31.03.2017. Am 17. Februar hatten sich die verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften ver.di, GEW, GdP, IG BAU sowie dbb beamtenbund und tarifunion mit dem Arbeitgeberverband, der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), auf moderate Entgeltsteigerungen in zwei Schritten geeinigt. Hiernach sollten die Entgelte im öffentlichen Dienst der Länder rückwirkend zum 1. Januar 2017 um 2 Prozent und zum 1. Januar 2018 um weitere 2,35 Prozent steigen.[1] In den vergangenen vier Wochen waren die tarifbeschäftigten ver.di-Mitglieder in einer Mitgliederbefragung aufgerufen, über das Verhandlungsergebnis zu entscheiden. Von den an der Abstimmung teilnehmenden ver.di-Mitgliedern sprachen sich nun 82,17 Prozent für die Annahme des Abschlusses aus. Die ver.di Bundestarifkommission stimmte dem Ergebnis einstimmig zu. Die GGB Hannover hatte Teile des Abschlusses im Februar kritisiert. Auch ihre tarifbeschäftigten Mitglieder fallen unter die Regelungen dieses Tarifwerks. Weiter lesen „TVL Tarifrunde Länder 2017: Was bleibt im Porte­mon­naie?“

Nach Kündigung durch DRK-Soziale Dienste in der Region Hannover gGmbH: Kündigungsschutzklage endet mit Vergleich

Hannover, 23.03.2017. Mit einem Vergleich endete am Donnerstagvormittag vorm Arbeitsgericht Hannover die Kündigungsschutzklage einer Mitarbeiterin der DRK-Soziale Dienste in der Region Hannover gGmbH. Ihr Arbeitsverhältnis war seitens der Geschäftsleitung zum 30. November 2016 beendet worden, nachdem ihr eine Änderungskündigung ausgesprochen worden war. Die Brisanz: Die betreffende Mitarbeiterin hatte im Vorfeld erklärt, sich zur Wahl eines neu zu gründenden Betriebsrats bei der DRK-Tochtergesellschaft aufstellen zu lassen.

Foto: Jens Kammradt

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Standards in Flüchtlingsunterkünften: Stellungnahme von GGB und aks Hannover

Der Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Hannover und die Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover beobachten mit Sorge die Standards in den den hannoverschen Flüchtlingsunterkünften. Darunter leiden die Menschen, die in den Unterkünften leben müssen sowie jene, die dort arbeiten. Da das Thema dringend auf die Tagesordnung der städtischen Politik gehört, haben Gewerkschaft und Arbeitskreis eine Stellungnahme zu den Arbeits- und Lebensbedingungen in Flüchtlingsunterkünften verfasst und an die lokale Presse und Ratspolitik geschickt. Unterstützt wird die Intervention von „Flüchtlingsrat Niedersachsen“ und dem „Netzwerk Flüchtlingshilfe und Menschenrechte“. An dieser Stelle dokumentieren wir das Papier.

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