Die Beschäftigten dürfen nicht vergessen werden!

Nachdem die GGB bereits vor einem Jahr ihre Position zusammen mit dem Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit (AKS) in einer Anhörung der Stadt Hannover zu den Arbeitsbedingungen in den Flüchtlingsunterkünften dargelegt hat, wurde sie vor Kurzem wieder als Sachverständige zu dem Thema eingeladen. Für den Arbeitskreis Migration der Ratsfraktion der Grünen Hannover wurde ihre Expertise zur Schaffung einer Ombudsstelle angefragt.

Weil sich nach der Anhörung wenig von Seiten des Ampelbündnis im Rat der Stadt Hannover getan hatte, war von GGB und AKS bereits ein offener Brief verfasst worden. Die Position der GGB zur Schaffung einer Ombudsstelle und eines Heim-TÜVs sind unverändert. Sie in realpolitische Forderungen zu übersetzten, stellt natürlich immer eine Gradwanderung dar. Aber letztlich geht es auch darum, mit Beschäftigten und Geflüchteten nicht nur Verbesserungen zu erstreiten, sondern auch zu festigen.

Die GGB geht davon aus, dass selbst die realpolitisch formulierten Forderungen insbesondere für die SPD schon zu weit gehen. Trotzdem sollen auch Interessierte außerhalb der Gremien von Stadtrat und Parteien erfahren, welche Maßnahmen das Minimum darstellen, mit dem die GGB zufrieden wäre. Denn dann wäre ein Anfang gemacht, um echte Verbesserungen durchsetzen zu können. Weiter lesen „Die Beschäftigten dürfen nicht vergessen werden!“

Hannover: Ombudsstelle für Flüchtlinge von SPD, Grünen und FDP abgelehnt

Eine Ombudsstelle für Flüchtlinge soll es nach dem Willen von SPD, Grünen und FDP in Hannover nicht geben. Ein Antrag der CDU-Ratsfraktion auf Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle zu Betreuung und Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften wurde am vergangenen Donnerstag mit 4 Stimmen dafür, 7 Stimmen dagegen und 0 Enthaltungen im Ausschuss für Integration Europa und Internationale Kooperation (Internationaler Ausschuss) abgelehnt. Auf Unverständnis stieß die Ablehnung bei den Vertretern von Die Fraktion und Die Linke.

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Anleitung zum Glücklichsein: In Schweden wird der Sechsstundentag längst geprobt

Während die Debatte um die weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit im Zuge der geplanten Reform des Arbeitszeitgesetzes in Deutschland immer wieder einseitig angeheizt wird, geht man in europäischen Nachbarländern längst andere Wege. Was hierzulande einen Sturm der Entrüstung aus Politik und Unternehmerlager auslöst, etwa die vergleichsweise moderate Forderung der IG Metall nach Arbeitszeitverkürzung auf bis zu 28 Stunden in der Woche, wird dort seit Jahren und nicht halb so luschig erprobt. Der Sechsstundentag bei vollem Lohnausgleich findet in Skandinavien längst immer mehr Anklang, nicht nur seitens der Beschäftigten.

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Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: Modell findet Befürworter

Hannover, 29.08.2017. Die Forderung nach einer unabhängigen Beschwerdestelle für Flüchtlinge und Beschäftigte in Gemeinschaftsunterkünften stößt auf immer breitere Zustimmung. Die Basisgewerkschaft GGB begrüßt dies, sieht hierin einen ersten Schritt zur Durchsetzung weiterer sozialarbeiterischer Standards in Hannovers Flüchtlingsunterkünften.

Bild: Kundgebung am 1. Mai 2017 vor dem Neuen Rathaus in Hannover. – Foto: Jens Kammradt Weiter lesen „Sozialarbeiterische Standards in Flüchtlingsunterkünften: Modell findet Befürworter“

Suchst du noch oder wohnst du schon?

Handlungsspielräume Sozialer Arbeit in Zeiten der Ökonomisierung aller Lebensbereiche

Eigentlich ist es nicht überraschend, was das ARD Magazin Panorama am 23.06.2016 als Ergebnis einer Recherche veröffentlichte: 95,3 % der privaten Wohnungsneubauten sind für NormalverdienerInnen nicht bezahlbar. Der Wohnungsnot begegnet die Politik offensichtlich mit absolut unpassenden Mitteln. Dass die sogenannte Mietpreisbremse nicht vor Mietwucher schützt, war eigentlich schon vor ihrer Einführung klar. Sanktionen gibt es bei Verstößen nicht und die erlaubten 10% über den Vergleichsmieten garantieren natürlich auch kein stabiles Preisniveau.

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