TVöD 2018: Im kommunalen Dienst starten Ende Februar Tarifverhandlungen

Am 8. Februar werden die Bundestarifkommissionen der verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften ver.di und dbb beamtenbund und tarifunion die Forderungen der diesjährigen Einkommensrunde für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen beschließen. Die Ergebnisse werden auf einer Pressekonferenz am Nachmittag in Berlin verkündet. Grob ist die Marschrichtung zwar schon erkennbar. Doch werden die vielen Fragezeichen in den Köpfen der betroffenen Mitglieder und Tarifbeschäftigten dann hoffentlich ausgeräumt sein. Auch sie wollen nach Monaten endlich erfahren, wofür sie aller Voraussicht nach die Brocken hinschmeißen sollen. Weiter lesen „TVöD 2018: Im kommunalen Dienst starten Ende Februar Tarifverhandlungen“

TVL Tarifrunde Länder 2017: Was bleibt im Porte­mon­naie?

Von GGB in Teilen kritisiertes Tarifergebnis nun in ver.di-Mitgliederbefragung angenommen

Hannover, 31.03.2017. Am 17. Februar hatten sich die verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften ver.di, GEW, GdP, IG BAU sowie dbb beamtenbund und tarifunion mit dem Arbeitgeberverband, der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), auf moderate Entgeltsteigerungen in zwei Schritten geeinigt. Hiernach sollten die Entgelte im öffentlichen Dienst der Länder rückwirkend zum 1. Januar 2017 um 2 Prozent und zum 1. Januar 2018 um weitere 2,35 Prozent steigen.[1] In den vergangenen vier Wochen waren die tarifbeschäftigten ver.di-Mitglieder in einer Mitgliederbefragung aufgerufen, über das Verhandlungsergebnis zu entscheiden. Von den an der Abstimmung teilnehmenden ver.di-Mitgliedern sprachen sich nun 82,17 Prozent für die Annahme des Abschlusses aus. Die ver.di Bundestarifkommission stimmte dem Ergebnis einstimmig zu. Die GGB Hannover hatte Teile des Abschlusses im Februar kritisiert. Auch ihre tarifbeschäftigten Mitglieder fallen unter die Regelungen dieses Tarifwerks. Weiter lesen „TVL Tarifrunde Länder 2017: Was bleibt im Porte­mon­naie?“

TVL Tarifrunde Länder 2017: Enttäuschung nach dem Ergebnis

Das schnelle Tarifergebnis im öffentlichen Dienst der Länder ist kein Geschenk. Ein Kommentar

Schon in der dritten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder erfolgte am vergangenen Freitag die Einigung: Rückwirkend zum 1. Januar 2017 steigen die Entgelte der Tarifbeschäftigten der Länder  um 2 Prozent (oder 75 Euro in den unteren Einkommensgruppen) und zum 1. Januar 2018 um weitere 2,35 Prozent. Von 6 Prozent mehr Gehalt auf 12 Monate, wie die Gewerkschaftsforderung ursprünglich lautete, ist nicht mehr die Rede. Indes bemühen sich die verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften in bekannter Manier um eine öffentliche Aufwertung dieses enttäuschenden Ergebnisses.

Bild: Schnell aufgegeben. Warnstreik am 09.02.2017 in Hannover. – Foto: Jens Kammradt

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TVL Tarifrunde Länder 2017: Eingefroren

Bei klirrender Kälte starteten heute streikende Landesbeschäftigte aus ganz Niedersachsen und Bremen zur zentralen Streikkundgebung vor dem Finanzministerium in Hannovers Innenstadt. Aufgerufen dazu hatten die verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften des öffentlichen Dienstes. Auch die tarifbeschäftigten Mitglieder der Basisgewerkschaft GGB in Hannover und Region beteiligten sich am ganztägigen Ausstand und den Demonstrationen.

Bild: Finanzministerium | Warnsteik Hannover | 09.02.2017 – Foto: Jens Kammradt

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Tarifergebnis TVöD 2016: War da nicht mehr drin?

tvöd_abKommentar zum Tarifergebnis im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen

Mit einer Einigung endeten am Freitag überraschend die Tarifverhandlungen der Zentralgewerkschaften und der Arbeitgeber im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Klar: Wieder ist fast alles prima, gibt’s lauter Erfolge. Allen voran Lohnsteigerungen und die Sicherung der Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge. Und nach zehn Jahren endlich auch eine Entgeltordnung im kommunalen Bereich des TVöD. Auch einige Forderungen der Auszubildenden fanden ihre Entsprechung.

Bild: Wieder viel zu früh an den Nagel gehängt. – Foto: Jens Kammradt

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TVöD 2016: VKA fordert Kürzung der Zusatzversorgung

ödkver.di und GEW kündigen erste Warnstreiks an

Weiter hätten die Positionen in der ersten Verhandlungsrunde am 21. März 2016 in Potsdam nicht auseinander liegen können: Die Arbeitgeber von Bund und Kommunen kamen ohne Angebot, wiesen die Forderungen der Zentralgewerkschaften des öffentlichen Dienstes nach sechs Prozent mehr Gehalt zurück. Ver.di und GEW bekräftigten diese und wollen nun mit Warnstreiks antworten. Die tarifbeschäftigten Mitglieder der Basisgewerkschaft GGB Hannover werden sich hieran beteiligen.

Bild: Auch ’ne Möglichkeit, mit Forderungen umzugehen. – Foto: Jens Kammradt

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TVöD 2016: Die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst beginnen

Wbild53as wir dringender brauchen als ein paar Prozente, sind mehr KollegInnen

Berufe im Sozial- und Gesundheitswesen sind seit jeher unterbezahlt. Auch nach längeren Streiks im vergangenen Jahr gelang es nicht, wesentliche Verbesserungen zu erzielen. Auf der anderen Seite muss immer mehr vom Lohn für horrende Mieten ausgegeben werden, immer weniger bleibt den ArbeitnehmerInnen zur freien Verfügung übrig. Ein weiteres, fundamentales Problem liegt aber an anderer Stelle: Gerade in der Pflege, in der Erziehung und in der Sozialen Arbeit werden mehr und gut ausgebildete KollegInnen benötigt. Weiter lesen „TVöD 2016: Die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst beginnen“

TVöD 2016: Basisgewerkschaft GGB begrüßt Forderungen in Tarifrunde Bund und Kommunen

tvöd_2402Und doch gehen sie ihr nicht weit genug

Überraschungen waren nicht dabei. Am Ende blieben es moderate Forderungen: Letzten Donnerstag gab die Bundestarifkommission der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Forderungen für die Tarif- und Besoldungsrunde TVöD 2016 mit dem Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) bekannt. Gleichauf zogen die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der dbb beamtenbund und tarifunion. Die Arbeitgeberseite reagiert gewohnt reflexhaft, schwadroniert von „überzogenen Forderungen“, verweist angesichts der Kosten der sogenannten „Flüchtlingskrise“ auf leere Kassen. Wären doch nur Lottozahlen so kalkulierbar … [1]

Bild: Streik der Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder, 25.03.2015, Opernplatz Hannover – Foto: Jens Kammradt

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Entwicklungsland Diakonie?

Hi_klDie Diakonie Himmelsthür will weiterhin keinen Tariflohn zahlen

Die Beschäftigten der Diakonie Himmelsthür, einem großen Anbieter sozialer Dienstleistungen in Niedersachsen, erhielten kurz vor Weihnachten eine weniger frohe Botschaft ihres Arbeitgebers. Der Wohlfahrtsverband kündigte seinen Arbeitnehmer*innen an, den Tarifabschluss für die Sozial- und Erziehungsdienste (TVöD-SuE) nicht übernehmen zu wollen.

Bild: Warum nicht gleich Deputatlöhne?  – Foto: Jens Kammradt

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TVÖD EGO SuE 2015: Hoffnungsschimmer trotz Kapitulation

Sonntagsreden Aufwerten 200x150Der Tarifstreit um die Höhergruppierung der Sozial- und Erziehungsberufe ist beigelegt. Die Basis der Zentralgewerkschaften ver.di, GEW und dbb stimmte dem Ergebnis zu.

Nachdem die ver.di Führung im September ohne weitere Streiks oder andere Arbeitskampfmaßnahmen voreilig einer nur minimalen Verbesserung des Schlichterspruchs vom Sommer zugestimmt hatte, lag das Ergebnis nun den Gewerkschaftsmitgliedern vor.

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