Solidaritätsadresse der GGB: Zum Streik an der Berliner Charité – 2

bild20Hannover, 28.06.2015 Am Montag traten die Kolleginnen und Kollegen der Berliner Charité in einen unbefristeten Streik: Für den ersten Tarifvertrag für Personalmindeststandards und Regelungen für den Gesundheitsschutz. Morgen geht der Ausstand in die zweite Woche. Wie schon zum Warnstreik im April 2015 erklärte sich die Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover (GGB) hierzu solidarisch. Zum Hintergrund des Streiks

Bild: Warnstreik 23.06.2015 | Große Streik-Demonstration der Charité-Beschäftigten durch die Berliner Innenstadt – Foto: Jana Samt

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TVöD EGO SuE 2015: Ins Sommerloch vertagt

Schlichterspruch geht auch bei GEW und dbb in die Mitgliederbefragung

Nach ver.di kündigten nun auch GEW und dbb Mitgliederbefragungen zum Schlichterspruch für die kommenden vier Wochen an. ver.di-Chef Bsirske teilte nach den gestrigen ergebnislosen Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite in Offenbach mit, dass in den nächsten Wochen keine Streiks zu erwarten seien.
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TVöD EGO SuE 2015: Aufwertung? Pustekuchen!

bild23Schlichterspruch trifft bei Basis auf Ablehnung und Zorn

Viele hatten es schon geahnt, als die Spitzen der verhandlungsführenden Zentralgewerkschaften ver.di, GEW und dbb nach knapp vier Wochen Streik im Bereich Soziales und Erziehung die Flucht nach vorn antraten, indem sie gemeinsam mit den Arbeitsgebern die Schlichtung anriefen: „Die Aufwertungskampagne wird gegen die Wand gefahren!“ Umso ungeheuerlicher erscheinen da zurechtgeschusterte Argumentationsketten, mit denen die Vorstände der Zentralverbände nun versuchen, ihren Mitgliedern den Misserfolg als halbwegs akzeptable Errungenschaft oder wenigstens „wichtigen Schritt in die richtige Richtung“ zu verkaufen. Insbesondere in der Sozialen Arbeit Tätige sind die Gelackmeierten. Aber nicht nur sie. Lange Gesichter dürfte es nun in allen Berufsgruppen geben. Nach Überwindung der ersten Schockstarre drohen Kolleg_innen von ver.di und GEW mit ganzen Austrittswellen.

Bild: Kämpfende Sozialarbeiter_innen. Aktionsmeile am 19.05.2015 in Hannover – Foto: Jens Kammradt

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Mall of Shame: 1.000 Flugblätter – Laute Protestrufe – Und zahllose Besucher_innengespräche

bild19Gewerkschaftliche Aktionen wegen ausstehender Löhne reißen nicht ab

Berlin, 21.06.2015. Nach zwei Stunden rollten die Basisgewerkschafter_innen Fahnen und Transparent wieder ein. Und zogen eine positive Bilanz: 1.000 Flugblätter hatten die etwa 30 Mitglieder der FAU Berlin am Samstagnachmittag vor der Mall of Berlin verteilt. Und waren mit zahllosen Einkaufsbummler_innen und interessierten Passant_innen näher ins Gespräch gekommen. Unterstützung erhielten sie dabei von einem Mitglied der Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover (GGB).

Foto: Jens Kammradt

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Charité Berlin: Ihr kämpft für ein gutes Leben!

bild18Bericht von der Soli-Veranstaltung

Berlin, 19.06.2015. Mehr als 160 Kolleg_innen sowie Unterstützer_innen und Delegationen aus Berliner Betrieben hatten sich am Freitagabend im ver.di-Haus, Köpenicker Straße 30, versammelt, um im Vorfeld des unbefristeten Streiks an Europas größter Universitätsklinik ihre Solidarität mit den Forderungen nach mehr Krankenhauspersonal zu bekunden. Mit dabei: Ein Delegierter der Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover (GGB). Eingeladen hierzu hatte das Bündnis „Berlinerinnen und Berliner für mehr Personal im Krankenhaus“, das die Tarifkampagne gemeinsam mit dem ver.di-Fachbereich 03 Berlin in den vergangenen zwei Jahren vorbereitet hatte.

Bild: Kirsten Schubert (VdÄÄ) findet ergreifende Worte – Foto: Jens Kammradt

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TVöD EGO SuE: Was hat der hier zu suchen?

PICT0034ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen müssen nach erfolgreicher Demo Sigmar Gabriels warme Worte über sich ergehen lassen.

Rund 4.500 ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen und Unterstützende aus ganz Nord- und Mitteldeutschland zogen am 13.06.15 lautstark durch Hannovers Innenstadt, um für die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe einzutreten. Die Demonstration, die hinter dem Hauptbahnhof startete und mit einer großen Kundgebung auf dem Waterlooplatz endete, war Teil des bundesweiten Aktionstags, zum dem ver.di und GEW aufgerufen hatten: Insgesamt gingen in Köln, Nürnberg, Dresden und Hannover etwa 26.000 Menschen auf die Straße.

Bild: Support the social working class. – Foto: Mark Jansen. Weiter lesen „TVöD EGO SuE: Was hat der hier zu suchen?“

Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein

bild17DGSP-N rückt mit Tagung Arbeitsbedingungen in der Psychiatrie Tätiger in den Mittelpunkt

Einer überaus interessanten, bisher kaum über Gewerkschaftskreise hinaus thematisierten Problematik widmete sich eine von der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie – Landesverband Niedersachsen (DGSP-N) organisierte Tagung, die am 11. Juni 2015 im Sozialzentrum der KRH Psychiatrie Wunstorf stattfand: Den sich verändernden Arbeitsbedingungen der in Psychiatrie Tätigen und deren Auswirkungen auf die Qualität ihrer Arbeit.

Bild: Auch mal ’ne Pause einlegen … – Foto: Jens Kammradt

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TVöD EGO SuE 2015: Flucht nach vorn?

bild24Zentralgewerkschaften und Arbeitgeber rufen Schlichtung an

Zentralgewerkschaften und Arbeitgeber haben in der Tarifrunde Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) die Schlichtung angerufen. Auch die jüngste Verhandlungsrunde von Montagabend bis Donnerstagmorgen hatte zu keinem Ergebnis geführt. Die Streiks wurden für die Zeit der Schlichtung ab Montag ausgesetzt, bereits ab Sonntag gilt die Friedenspflicht.

Bild: Kundgebung für ein besseres nds. Kita-Gesetz 04.06.2015 | Hannah-Arendt-Platz | HannoverFoto: Jens Kammradt Weiter lesen „TVöD EGO SuE 2015: Flucht nach vorn?“

TVöD EGO SuE 2015: Gedämpfte Erwartung

bild25Gewerkschaft Gesundheits- und Soziale Berufe Hannover (GGB) merkt auf

Auch wenn die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) auf die Einladung der verhandlungsführenden Zentralgewerkschaft ver.di zu einem vorgezogenen Verhandlungstermin nach Berlin am heutigen Montagabend einging: Die Erwartungen der Basisgewerkschaft GGB-Hannover hieran bleiben gedämpft.

Bild: Hannover | Streikmeile Kröpcke – Schillerdenkmal | 19.05.2015 – Foto: Jens Kammradt Weiter lesen „TVöD EGO SuE 2015: Gedämpfte Erwartung“

Auf Augenhöhe prekär

Tarifflucht, Befristung und miserable Löhne gehören zum Alltag in der Sozialen Arbeit

Die Soziale Arbeit, früher auch als Sozialpädagogik bezeichnet, hat ein vielfältiges Berufsfeld: Streetwork, Suchthilfe, Jugendarbeit oder Familienberatung sind nur einige Bereiche, in denen Sozialarbeitende tätig sind. Doch mindestens ebenso groß ist die Vielfalt, wenn es um die Bezahlung geht – nach unten ist alles möglich. Dass Soziale Arbeit ein akademischer Beruf ist, ist auf der Gehaltsabrechnung selten erkennbar. Der ohnehin niedrige Lohn nach TVöD oder TVL wird von kirchlichen oder privaten Anbietern in der Regel noch unterboten. Die oft verwendete Formulierung „Bezahlung in Anlehnung an TVöD“ entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Black Box, die nahezu alles bedeuten kann, in den seltensten Fällen jedoch einen angemessenen Lohn. Weiter lesen „Auf Augenhöhe prekär“